Allgemeines
Die Flugdatenbearbeiter der Flugsicherung übernehmen wichtige Aufgaben im IFR-Bereich (Instrumentenflugbereich). So gehört insbesondere die Bearbeitung von Flugplänen in ihren Aufgabenbereich. Mussten früher noch Flugstreifen ausgefüllt werden, so geschieht dies heutzutage größtenteils automatisch. Durch die Einführung des PSS (Paperless Strip System) liegt der Fokus nun auf der Arbeit mit dem Computer. Flugpläne werden nur noch korrigiert und fast ausschließlich durch die Systeme der DFS überprüft und bearbeitet. Durch die Einführung des PSS hat sich jedoch die Anzahl der Flugdatenbearbeiter stark verringert.
Dennoch sind sie aus dem alltäglichen Betrieb nicht wegzudenken, denn wenn mal etwas nicht nach Plan läuft sind sie gefragt. Muss ein Flugzeug seine geplante Flugroute während des Fluges abändern, so muss schnell ein neuer Flugplan her. In diesem Punkt muss sich der Fluglotse auf den Flugdatenbearbeiter verlassen können. Der Flugplan muss zügig und korrekt ausgestellt sein. Dies erfordert einen ständigen Überblick über die aktuelle Verkehrslage am Himmel und sicheres Wissen über die Luftraumstruktur und die Arbeit der Fluglotsen. So müssen die Daten über den neuen Flugplan rasch an alle betroffenen Sektoren weitergeleitet werden. Um stets in direktem Kontakt mit den Sektoren zu stehen, befindet sich der Arbeitsplatz eines Datenbearbeiters in einer Kontrollzentrale inmitten von Fluglotsen. Da der Flugdatenbearbeiter auch Kontakt zu Sektoren in den Nachbarländern aufnehmen muss, gehört das Beherrschen der englischen Sprache zu seinen Grundvoraussetzungen.
Quelle: Deutsche Flugsicherung GmbH
Die Ausbildung
Sie wird in Langen in der Akademie der Flugsicherung durchgeführt und dauert etwa zwei Jahre. Ganz wie die Piloten oder Fluglotsen gehören Fächer wie Navigation oder Luftrecht zur theoretischen Ausbildung. Der praktische Teil besteht aus Praktika und der tatsächlichen Arbeit als Flugdatenbearbeiter, in einer der Kontrollzentralen in München, Karlsruhe, Langen, Bremen oder Maastricht, unter Aufsicht, dem "on the job-Training".
Voraussetzungen
Der Einstellungstest wird in der Flugsicherungsakademie in Langen durchgeführt. Voraussetzungen für den Beruf des Flugdatenbearbeiters sind:
- Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung, Abitur, Fachhochschulreife oder Fachabitur
- Englisch Level C1 (wird jedoch nochmals überprüft)
- grundlegende geografische Kenntnisse
- teamfähig, belastbar, durchsetzungsfähig
- hohe Lernmotivation, ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
- hohe Merkfähigkeit, hohe Konzentrationsfähigkeit, hohe Kompetenz mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten
- sicherer Umgang mit modernen Kommunikations- und EDV-Systemen
- Bereitschaft zum Schichtdienst
Außerdem muss ein fliegerärztlicher Tauglichkeitstest bestanden werden.
Weitere Informationen: www.dfs.de
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