Allgemeines
Auch in der Luftfahrt gibt es viele Möglichkeiten, im Cockpit zu landen. Der Standardweg verläuft sicherlich über eine zivile Ausbildung, jedoch kann als weitere Option oder aus persönlicher Überzeugung, die militärische Laufbahn beim fliegerischen Dienst der Luftwaffe, der richtige sein.
Anforderungen an den Bewerber
Hier erwartet Sie eine sehr anspruchsvolle und herausfordernde Tätigkeit und vor allem ein sicherer Arbeitsplatz, da eine Insolvenz der Bundeswehr nahezu ausgeschlossen ist. Doch wer modernste Technik beherrschen möchte, muss auch bei der Bundeswehr hohen Erwartungen und Anforderungen gerecht werden. Teilweise unterscheidet sich das Aufgabenspektrum von zivilen und militärischen Luftfahrzeugführern grundsätzlich voneinander sogar bis hin zum manuellen Steuern des Luftfahrzeuges entlang des Geländeprofils (Konturenflug). Wenn Sie die Pilotenlaufbahn bei der Bundeswehr in Erwägung ziehen, sollte Ihnen bewusst sein, dass Ihre Fähigkeiten auch in Situationen mit gegnerischer Bedrohung abgerufen werden könnten.
Da Sie als Offizier nicht nur als Pilot, sondern auch als militärische Führungskraft fungieren, sind vor allem persönlicher Leistungswille, Entschlusskraft, Teamfähigkeit, Motivation und ein Höchstmaß an Führungskompetenz gefragt, um unter außergewöhnlichen Belastungen verantwortungsvoll zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Hierfür sind neben fachlichem Können auch soziale Kompetenzen erforderlich. Hohe körperliche Leistungsfähigkeit gehört neben geistiger, sowie charakterlicher Reife ebenfalls zu den Voraussetzungen.
Sobald man Offizier der Bundeswehr im fliegerischen Dienst ist, warten spannende und komplexe Aufgaben im Bereich der Luftwaffe, Marine und Heer, auf welche man während der Ausbildung sorgfältig vorbereitet wird.
Bewerbungsverfahren
Der erste Schritt in Richtung Bundeswehr sollte zum Wehrdienstberater führen, welcher in einem persönlichen Gespräch die eigenen Fragen beantwortet und weitere Informationen über die Streitkräfte und Ihre Organisationsbereiche, Aus-, Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen, Besoldung etc. zur Verfügung stellt.
Nun steht der Bewerbung nichts mehr im Wege, sofern man die deutsche Staatsbürgerschaft gemäß Art. 116 des Grundgesetzes besitzt. Das Mindestalter beträgt 17 Jahre (mit Einverständnis der Eltern) und das Höchstalter 29 Jahre. Abhängig vom Schulabschluss durchläuft man die Laufbahn eines Offiziers des Truppendienstes (Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand) oder die eines Offiziers des militärfachlichen Dienstes (Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungstand), wobei hier der Einstieg über die Laufbahn der Unteroffiziere stattfindet. Es folgt die Eignungsfeststellung, wo der Bewerber in drei verschiedenen Phasen auf Herz und Nieren geprüft wird.
In der ersten Phase wird die allgemeine Offiziereignung untersucht, sowie ein erster Test hinsichtlich der fliegerischen Eignung in der Offiziersbewerberprüfzentrale (OPZ) in Köln durchgeführt.
Während der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf der flugmedizinischen und flugpsychologischen Eignung, welche im Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck innerhalb von einer Woche untersucht wird.
Nach erfolgreichem Bestehen der zweiten Phase schließt sich in der dritten Phase eine psychomotorische Eignungsfeststellung in Form von aufeinander aufbauenden fliegerischen Lernproben an. Zusätzlich müssen verschiedene Aufgaben in einem Simulator absolviert werden. Für Bewerber als Kampf-, Transport, U-Boot-Jagdflugzeugführer und Waffensystemoffiziere findet die etwa einwöchige Untersuchung in Fürstenfeldbruck statt.
Bewerber als Hubschrauberführer aller Teilstreitkräfte der Bundeswehr oder Luftfahrzeugoperationsoffiziere der Marine werden nach Bückeburg eingeladen.
Nach einem positiven Ergebnis hat man sich erfolgreich für mindestens 16 Jahren verpflichtet. Die Dienstzeit wird jedoch nicht sofort auf die volle Verpflichtungszeit, sondern nach bestandenen Ausbildungsabschnitten stufenweise festgesetzt.
Ablauf der Ausbildung
Der Beginn der eigentlichen Ausbildung enthält noch wenig fliegerischen Stoff. Die ersten elf Monate beschränken sich auf einen Offizierslehrgang an der Offiziersschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Ein Studium kann nach dem Offizierslehrgang gegebenenfalls an den Militäruniversitäten der Bundeswehr in München und Hamburg absolviert werden.
Dem schließt sich der erste Kontakt mit dem Steuerknüppel an. Währen der acht monatigen fliegerischen Vor- und Erstausbildung. Noch in Fürstenfeldbruck erhält man Unterricht in Fliegerenglisch, Überlebenstraining See, Navigation, die flugphysiologische Ausbildung in der Unterdruckkammer und der Humanzentrifuge. Für den praktischen Teil der Erstausbildung geht es in die USA nach Goodyear.
Die zukünftigen Transportpiloten absolvieren hier 13 Flugstunden auf einer Grob 120, die zukünftigen Kampfflugzeugführer sogar bis zu 36. Die Transportflugzeugführer nehmen in der nächsten Ausbildungsphase, der Grundlagenausbildung, an dem Unterricht der Lufthansa (Lufthansa Flight Training) in Bremen, sowie in Goodyear teil und schließen hier Ihre Ausbildung mit dem Militärluftfahrzeugführerschein (MFS) und einer zivilen Berufspilotenlizenz (CPL/IR) ab. Anschließend erfolgt für die Transportpiloten eine etwa sechsmonatige Ausbildung (Type Rating) auf dem Einsatzmuster TRANSALL C-160 in Wunstorf oder in naher Zukunft auch auf dem A400M.
Bedarfsorientiert werden auch einige wenige Transportpiloten auf den Mustern der Flugbereitschaft BMVg Airbus 310, A 319, A 340 und Global 5000 geschult. Wer zu den Marinefliegern kommt, erhält eine Musterberechtigung auf der P-3C ORION oder DO 228.
Die 15-monatige fliegerische Grund- und Fortgeschrittenenausbildung der Kampfflugzeugführer wird zusammen mit anderen Flugschülern der NATO-Staaten auf der Sheppard Air Force Base durchgeführt. Mit Abschluss der Fortgeschrittenenausbildung erwerben die Flugschüler den Militärluftfahrzeugführerschein (MFS) und beginnen mit einer zwei monatigen Einweisung in die taktische Fliegerei. Den Abschluss der gesamten Ausbildung stellt auch hier das Type Rating auf die Muster TORNADO oder EUROFIGHTER dar, wofür noch einmal sechs Monate benötigt werden.
Derzeit betriebene Flugzeugmuster
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Grob G 120A - Pilotenausbildung
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F-4 Phantom - Jagdeinsätze, Luft-Boden-Angriffe
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Tornado -Bekämpfung von Boden-/Seezielen/feindl. Luftabwehr, Elektronische Aufklärung
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Eurofighter Typhoon - Jagdeinsätze
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C-160D Transall - Personen- und Frachttransport
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A310-304 MRTT - Fracht- und Personentransport, Luftbetankung, Verwundetentransport (MedEvac)
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P-3C ORION - Seefernaufklärung, U-Boot-Jagd, Datenkommunikationsplattform
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DO 228 - Verbindungsaufgaben und Überwachung von Meeresverschmutzung
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A310/A319/A340 - Personen- und VIP-Transport bei der Flugbereitschaft BMVg
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Global 5000 - Personen- und VIP-Transport bei der Flugbereitschaft BMVg
Derzeit betriebene Hubschraubermuster
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UH-1D - leichte Mehrzweckaufgaben, Luftrettung (SAR-Einsätze), VIP-Transport
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Mk.41 „Sea King“ - SAR-Dienst, leichte Mehrzweckaufgaben, Pilotenausbildung (Grundschulung)
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CH-53G/GS - mittlere Transportaufgaben
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Bo-105 - leichte Mehrzweckaufgaben, Bekämpfung von gepanzerten Bodenzielen
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Mk.88A „Sea Lynx“ - Verbindungsaufgaben, U-Boot-Jagd
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AS532U2 „Cougar“ - VIP-Transport
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EC 135 - Pilotenausbildung
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UHT „Tiger“ - Bekämpfung von gepanzerten Bodenzielen
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NH 90 - leichte Mehrzweckaufgaben
Besoldung
Zu den großen Vorteilen der Bundeswehr zählt, dass man während der Ausbildung bereits eine Besoldung bezieht. Beginnend mit ca. 1500€ netto im Dienstgrad des Fliegers, steigt der Sold parallel mit dem Dienstgrad. Als Hauptmann, der höchste Grad bei einer Verpflichtung als Zeitsoldat, erhält man ca. 3400€ netto. Dazu kommen noch verschiedene Zulagen wie Kindergeld oder Auslandsverwendungszuschläge (AVZ).
Fazit
Es sollte jedem bewusst sein, dass es zu Situationen kommen kann, wo das Gelernte während eines Einsatzes mit Feindbeschuss auch angewendet werden muss. Wenn der eigene Beschluss, zum Fliegerischen Dienst der Bundeswehr zu gehen, trotzdem gefestigt ist, wird man einen abwechslungsreichen und teamorientierten Arbeitsplatz bekommen und moderne Technik wie den Eurofighter und A400M beherrschen lernen.
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Fliegende Kampfverbände
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Lufttransportverbände
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Heeresfliegerregimente
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Marinefliegerstaffeln
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Kontakt
über die kostenfreie Hotline 0800 9 80 08 80
oder
direkt an den Wehrdienstberater im Wehrkreis
Weitere Informationen: www.bundeswehr-karriere.de

Allgemeines
Die Einsatzfelder der Polizeihubschrauber des Bundes umfassen u.a. die Überwachung der Grenzen, einschließlich des Küstenmeeres im Bereich der Nord- und Ostsee, den Transport von Polizeikräften bei Großeinsätzen, die Unterstützung des Bundeskriminalamtes, die Hilfe bei schweren Unglücks- und Katastrophenfällen im In- und Ausland, den Luftrettungsdienst sowie die Beförderung von sicherheitsgefährdeten Personen des politischen und parlamentarischen Bereichs des Bundes und der Länder sowie von Staatsgästen der Bundesregierung.
Im Rahmen dieses abwechslungsreichen Einsatzspektrums ist der Hubschrauberpilot verantwortlich für die selbstständige Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Flügen nach Sicht- und Instrumentenflugregeln.
https://www.youtube.com/watch?v=e5ehClFigjI
Voraussetzungen für die Ausbildung
Eine Ausbildung zum Piloten bei der Bundespolizei setzt den erfolgreichen Abschluss der Laufbahnausbildung für den mittleren, gehobenen oder höheren Polizeivollzugsdienst bei der Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt oder bei den Polizeien der Länder voraus.
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Höchstalter zu Beginn der Ausbildung: 33 Jahre (Ausnahmeregelung: 35
Jahre bei fliegerischen Vorkenntnissen, wobei mindestens eine Lizenz für
Privatpiloten/-innen auf Hubschraubern PPL(H) vorhanden sein muss) -
Kenntnisse der englischen Sprache vergleichbar mit SLP 2 oder besser.
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Nachweis über die erbrachten Leistungen zum Erwerb des DRSA
Bronze (nicht älter als drei Jahre) und DSA Bronze (zum Bewerbungszeitpunkt
nicht älter als ein Jahr). -
Dienstliche Erklärung, dass sich im Verkehrzentralregister und im polizeilichen
Führungszeugnis keine einschränkenden Eintragungen befinden. -
Es wird die fliegerische Veranlagung, die körperliche Leistungsfähigkeit und die psychologische Eignung festgestellt.
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Bereitschaft zur uneingeschränkten Verwendung im Ausland.
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Bundespolizei-Fliegergruppe Sankt Augustin (Luftfahrtbetrieb, Instandhaltungsbetrieb und die Luftfahrerschule für den Polizeidienst des Bundes und der Länder)
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Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf
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Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg
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Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal
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Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim
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12 Luftrettungszentren mit Zivilschutz-Hubschraubern
Luftfahrerschule für den Polizeidienst (LFSfPD)
Die Luftfahrerschule der Bundespolizei bildet seit 1957 Hubschrauberbesatzungen in Sankt Augustin aus. 24 Fluglehrer und 14 Techniklehrer bilden das fliegende Personal aus. Die Teilnehmer/-innen am Lehrgang für Piloten/-innen werden in einem einwöchigen Eignungsauswahlverfahren bei der Bundespolizei-Fliegergruppe ermittelt. Es gibt folgende Ausbildungsmöglichkeiten:
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Berufshubschrauberpiloten (CPL-H)
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Instrumentenflug (IR-H)
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Zusammenarbeit der Besatzung (MCC)
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Musterberechtigungen für die Hubschraubermuster EC 120 „Colibri“, EC 135, EC 155 und AS 332 L1 Super Puma (Type Ratings)
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Lehrberechtigung für Flugausbildung (FI-[H]), Musterberechtigung (TRI-H) und Instrumentenflug (IRI-H)
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polizeispezifische taktische Flugausbildung, Gebirgsflugeinweisung, Fliegen mit Bildverstärker-Brille (BIV), Einsatz mit Bergetau, Luftarbeit (Rettungswinde, Außenlast)
https://www.youtube.com/watch?v=xb2eYg4_IBI
Steigerung der Attraktivität durch automatischen Erwerb der uneingeschränkten Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst
Gem. § 12 „Besondere Fachverwendungen“ der Verordnung über die Laufbahnen des Polizeivollzugsdienstes in der Bundespolizei erwerben Piloten nach abgeschlossener Ausbildung zum Piloten und einer anschl. hauptberuflichen Tätigkeit von mindestens zwei Jahren in diesem Bereich automatisch die uneingeschränkte Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst in der Bundespolizei.
Derzeit betriebene Hubschraubermuster
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Schulungshubschrauber EC 120
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Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber EC 135 T2i
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Leichter Transporthubschrauber EC 155 B
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Mittlerer Transporthubschrauber AS 332 L1 Super Puma
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Rettungshubschrauber EC 135 T2i - Zivilschutzhubschrauber des Bundes
Kontakt
Bundespolizei-Fliegergruppe
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesgrenzschutzstraße 100
53757 Sankt Augstin
Tel.: 02241 238 - 2418
E-Mail:
Buchempfehlung: BLUEBIRDS - Bundespolizei-Flugdienst
Weitere Informationen: www.bundespolizei.de, www.komm-zur-bundespolizei.de
Allgemeines
Die meisten Jugendlichen beginnen mit der Umsetzung ihres Berufswunsches bei der Lufthansa. Zuvor gilt es, einen Eignungstest beim DLR (Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zu bestehen. Für diesen, aus zwei Teilen und drei Tagen bestehenden Test (1. BU=Berufsgrunduntersuchung, also die Eignung für den Beruf im Allgemeinen; 2. FQ=Firmenqualifikation, die Eignung für die spezifischen Anforderungen bei der Lufthansa), gibt es verschiedene Möglichkeiten der Vorbereitung. Die meisten erwerben entsprechende Literatur und bereiten sich im Eigenstudium vor. Etwa 20–30% besuchen ein Vorbereitungsseminar, welches zu Preisen zwischen 600 und 2200 Euro angeboten wird. Diese Seminare unterschiedlicher Dauer und Qualität erhöhen die Chancen erheblich, um die hohen Anforderungen beim DLR-Test zu bewältigen. Etwa 9% der Bewerber bestehen die Auswahltage und beginnen ihre Ausbildung bei der größten deutschen Airline. Hier werden sie jedoch nur noch für den Erwerb der MPL (Multi-Crew-Pilot-Licence) ausgebildet.
Voraussetzung für die Ausbildung
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fließende Deutsch- und Englischkenntnisse
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Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (Fachhochschulreife reicht nicht aus), kein N.C.
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Alter zum Bewerbungszeitpunkt mind. 17 Jahre bis max. 28. Geb. (für den Lehrgang) bzw. max. 26. Geb. (für das Studium)
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gute körperliche Konstitution
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Körpergröße zwischen 1,65 und 1,98 m
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gutes Sehvermögen (Grenzwerte für Refraktionsfehler +/-3 Dioptrien, für Astigmatismus 2 Dioptrien)
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Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder eine Aufenthaltsberechtigung oder eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland
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Besitz eines uneingeschränkten Reisepasses
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Verantwortungsbewusstsein, Disziplin, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
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überzeugende Darlegung der Berufsmotivation
Bewerbungsverfahren
Die Bewerbung bei der Lufthansa erfolgt online. Es müssen drei Fragen zur persönlichen Motivation beantwortet werden. Hier ist sogleich zu beachten, dass man stets wahrheitsgetreu antworten sollte, da die gleichen oder ähnliche Frage öfter gestellt werden und man sich in unnötige Bedrängnis begibt, sollte man bei der Beantwortung etwas "geschummelt" haben.
Sollte man diese Fragen zufriedenstellend beantwortet haben, so wird man zur Berufsgrunduntersuchung nach Hamburg eingeladen. Im ersten Bewerbungsschreiben hat man die Möglichkeit anzugeben, ab welchem Zeitpunkt man für die BU zur Verfügung steht.
Die Berufsgrunduntersuchung (BU)
Die BU findet in Hamburg beim DLR an einem Tag statt. Hier wird der Bewerber auf die grundlegenden Fähigkeiten für den Pilotenberuf überprüft. Es müssen mehrere computerbasierte Tests bestanden werden, wie der Mehrfachbelastungstest.
Weitere Tests umfassen
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die Kopfrechenfähigkeit
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das Beherrschen der englischen Sprache und
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das technische und physikalische Grundverständnis.
Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es diverse Möglichkeiten sich auf diese Tests vorzubereiten,
da ein Bestehen ohne ausreichendes Training sehr unwahrscheinlich ist.
Als Vorbereitungssoftware bietet sich z.B. der Skytest der Firma Aviation Media & IT GmbH für rund 60€ (nur BU/GU) und die Software der Firma Vimana, die es für den stolzen Preis von 150€ gibt, an.
Wer Wert auf eine intensivere Vorbereitung legt, hat die Möglichkeit ein Vorbereitungsseminar zu absolvieren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn "intensiviere Vorbereitung" heißt nicht gleich "bessere Vorbereitung". Die Qualität schwank zwischen den verschiedenen Anbietern sehr stark. Hier sollte man sich, sofern denn möglich, etwas unter Bewerbern, die die BU bereits bestanden haben, umhören, denn den mancherorts kursierenden Statistiken ist nicht unbedingt zu trauen.
Anbieter von Seminaren sind u.a.:
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S&P Training in Hamburg
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ATTC in Frankfurt und München
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ToPilots in Fürstenfeldbruck
Die Ergebnisse werden nach kurzer Zeit per Post zugesandt. Sollte der Bewerber die BU bestanden haben, so gelangt er zur nächsten Stufe: der Firmenqualifikation.
Die Firmenqualifikation (FQ)
Die FQ findet ebenfalls beim DLR in Hamburg, allerdings an zwei Tagen, statt. Hier wird die charakterliche Eignung des Bewerbers überprüft. Neben Gesprächen mit Psychologen sind Aufgaben in Gruppen zu bewältigen.
Wer den Fragen der Psychologen standgehalten hat, wird am nächsten Tag am Simulator gefordert. Hier werden verschiedene Tests durchgeführt, um den Kandidaten auf seine fliegerischen Fähigkeiten zu überprüft.
Auch hierfür kann sowohl Vorbereitungssoftware erworben als auch an Vorbereitungsseminaren teilgenommen werden. So ist z.B. für das Gesamtpaket BU- und FQ-Vorbereitung mit rund 2000€ zu rechnen.
Sollte der Bewerber den Ansprüchen der Psychologen nicht genügen, so wird ihm dies noch am ersten Tag mitgeteilt und scheidet somit direkt aus.
Bei einem positiven Durchlaufen der FQ, wird der Bewerber zur fliegerärztlichen Untersuchung eingeladen.
Ablauf der Ausbildung
Der erste Teil der theoretischen Ausbildung wird bei der Verkehrsfliegerschule in Bremen absolviert und dauert ungefähr ein halbes Jahr. Abgeschlossen wird dieser Ausbildungsabschnitt mit internen Prüfungen. Nach einer gewissen Wartezeit geht es weiter in die USA, in den Bundesstaat Arizona. Hier wird auf dem Muster Beech Bonanza die praktische Ausbildung durchgeführt.
Gleichzeitig wird hier, obwohl eigentlich für die MPL nicht erforderlich, die PPL erworben. Die Prüfungen werden u.a. von Prüfern mit deutschen Berechtigungen abgenommen, sodass das Fliegen in Deutschland auch ohne aufwendiges Umschreiben möglich ist.
In Arizona, genauer in Goodyear, wird zudem die Instrumentenflugberechtigung erworben.
Danach geht es zurück nach Bremen. Ein weiteres halbes Jahr muss hier die Theorie gelernt werden. Dieser Part wird mit einer Prüfung beim Luftfahrtbundesamt abgeschlossen.
Hiernach wird die praktische Ausbildung, auf momentan fünf Cessna Citations, weitergeführt. Nach Abschluss der fliegerischen Ausbildung in Bremen, beginnt die Musterberechtigung im Simulator. Der Flugschüler wird hier speziell auf dem Muster geschult, für das er später im Liniendienst eingesetzt werden soll.
In einer privaten Flugschule ist die Ausbildung mit dem Erwerb der ATPL beendet; bei der MPL-Ausbildung ist der Inhaber jedoch an bestimmte Vorgaben gebunden. So ist der Erwerb und die Erlaubnis die Rechte der MPL auszuführen an die Airline gebunden. Ein Wechsel zu einer anderen Airline ist somit nicht ohne Weiteres möglich.
Doch zurück zur Ausbildung bei der Lufthansa: Ist das Typerating, das im Moment für die Airbus A320-Familie, den Embraer E-Jet und noch für die Boeing B737 durchgeführt wird, beendet, so ist man im Besitz einer gültigen MPL. Nun folgt das Linetraining, bei dem der Flugschüler bereits auf Linienflügen, allerdings unter Aufsicht, eingesetzt wird. Erst nach einer gewissen Flugstundenanzahl als Copilot wird die MPL in eine ATPL umgeschrieben.
Die Finanzierung
Der finanzielle Eigenanteil der Ausbildungskosten bei der Lufthansa beläuft sich auf 60.000€, was ungefähr einem Drittel der Gesamtkosten entspricht. Die Schulungskosten werden von der Lufthansa vorfinanziert. Mit der Tilgung des Darlehens beginnt man somit erst vier Monate nach der erfolgreichen Aufnahme des Arbeitsverhältnisses. Sollte man auch nach fünf Jahren keine Anstellung bei der Lufthansa bekommen, werden einem die Ausbildungskosten erlassen.
Die Kosten für die Unterhaltskosten während der Ausbildung muss man selbst aufkommen. Es wird jedoch ein zusätzlicher Kredit für diese Kosten in Höhe von bis zu 25.000€ angeboten.
Weitere Informationen:
Neuster Reisebericht




